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"Zurück in die Zukunft"

Für einen „Blickwechsel“ rückt Nordrhein-Westfalen zusammen: 42 Mitglied-Städte des Kultursekretariats NRW, unter ihnen die Stadt Ibbenbüren, beteiligen sich an einem Ausstellungs-Projekt,



das vom 12. September bis Ende 2010 landesweit und gleichzeitig stattfinden wird.

Das Ausstellungs-Projekt sorgt dafür, dass in jeder teilnehmenden Stadt eine Künstlerin oder ein Künstler im öffentlichen Raum tätig wird, sodass im Herbst 2010 42 Kunstprojekte mit gemeinsamer Aufgabenstellung in NRW zu sehen sein werden.

„Blickwechsel“ möchte die Aufmerksamkeit der Stadtbewohner auf ein Detail in ihrer Umgebung lenken, um einen ideellen Mehrwert zu offerieren. Die teilnehmenden internationalen Künstler sind eingeladen, sich mit den alltäglichen Gegebenheiten in den Städten auseinander zu setzen, seien sie architektonischer, soziologischer, struktureller, prozesshafter oder künstlerischer Art.

Gefordert ist ein künstlerischer Blick, der eine Alltäglichkeit im öffentlichen Raum dazu auswählt, Kunst zu werden. Zum Kunstwerk wird die Alltäglichkeit durch die Auswahl und einen kleinen Eingriff des Künstlers in diese Alltäglichkeit oder in deren Umfeld.

Die Auswahl der Künstler erfolgt in Zusammenarbeit mit einer Jury, die sich aus Vertretern der Teilnehmerstädte zusammensetzte. Künstler und Städte wurden einander zugelost, so dass sich unerwartete und spannende Paarungen ergeben haben. „Blickwechsel“ vereinigt dabei Künstler, die mehrheitlich in den 60er und 70er Jahren geboren sind.

Ziel von „Blickwechsel“ ist es nicht, größere Skulpturen in den Städten für eine gewisse Zeit zu installieren. Die Künstler sind vielmehr eingeladen, mit wenig Aufwand in bestehende städtische Strukturen einzugreifen, um den Stadtbewohnern einen „Blickwechsel“ auf ihre Umgebung zu ermöglichen. Künstlerischer Partner der Stadt Ibbenbüren ist der Münchner Stefan Wischnewski.

Stefan Wischnewski, Jahrgang 1974, ist gelernter Werkzeugmechaniker. Er studierte Kunst an der Akademie der Bildenden Künste in München und an der Kunsthochschule Valand/ Göteborg. Seit 2010 ist er künstlerischer Assistent am Lehrstuhl für Bildnerisches Gestalten an der Architektur-Fakultät an der TU München.

Wischnewski wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet und war mit seinen künstlerischen Arbeiten durch zahlreiche Einzel- und Gruppen-Ausstellungen präsent. Die Objekte und Installationen des Wahl-Münchners überraschen durch ihren unkonventionellen Material-Einsatz und den Entwurf unerwarteter Handlungs- und Raum-Modelle. Mit zumeist industriell gefertigten Material stellt er Raum- und Objekt-Erfahrungen her, die den klassischen Begriff von Bildhauerei verändern. Die Analyse des alltäglichen Raums wird verbunden mit bildhauerischen Experimenten und nicht selten gekoppelt mit Science-Fiction-Motiven.

Stefan Wischnewski mit Objekt
Vergrößerung anzeigen - Wird in einem neuen Fenster angezeigt. Stefan Wischnewski mit Objekt "hot spot"


Stefan Wischnewski hat Ibbenbüren vor kurzem besucht und sich die Stadt und verschiedene Einrichtungen angesehen. In diesem Zusammenhang besuchte er auch das Bergbau-Museum. An den Bergbau anknüpfen wird auch seine künstlerische Arbeit, die er im Herbst in Ibbenbüren vorstellt. Der Titel lautet, so viel sei bereits verraten, „Zurück in die Zukunft“.
 

http://ibbenbueren.de
erstellt am 25.06.2010

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