Diese Seite drucken

Bergbaumuseum

Unter dem modernen Schildausbau befindet sich der geschützte Arbeitsplatz des heutigen Bergmannes.
Unter dem modernen Schildausbau befindet sich der geschützte Arbeitsplatz des heutigen Bergmannes.

Der Steinkohlenbergbau hat in Ibbenbüren eine lange Tradition. Erste Berichte über den Einsatz Ibbenbürener Kohle reichen bis in das 16. Jahrhundert zurück.

 

Das Bergbau-Museum hält zahlreiche Zeugnisse bergbaulicher Aktivität - vorwiegend vom 18. bis 20. Jahrhundert - als Ausstellungsstücke bereit. Bergbaumaschinen und Arbeitsgeräte, Strecken- und Strebausbau sowie Text- und Bilddokumente aus dem Leben der Bergleute stehen dabei im Vordergrund. Alte Grubenrisse informieren über die Anfänge des unter-Tage Betriebes. Mineralien und Fossilien ergänzen das Bild. Anthrazitnusskohlen und nostalgische Zieröfen informieren über Heizgewohnheiten unserer Vorfahren. Die Malerei hat im Bergbau immer neue Motive gefunden. Bilder aus dem bergmännischen Leben finden sich hier in reicher Auswahl.

 

Der Kohlenhobel: Eine Ibbenbürener Erfindung, die heute rund um den Globus in Bergwerken als Grundlage der Kohlengewinnung eingesetzt wird.
Der Kohlenhobel: Eine Ibbenbürener Erfindung, die heute rund um den Globus in Bergwerken als Grundlage der Kohlengewinnung eingesetzt wird.

Das Bergbau-Museum hat seinen Standort in der Turbinenhalle des ehemaligen 100 MW-Kraftwerks auf dem Werksgelände der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH und ist über Tor 2 (ersatzweise Tor 1), Osnabrücker Straße, zu erreichen.

 

Funkelnde Kristalle
Eine gut bestückte Mineraliensammlung zeigt schöne Fundstücke aus dem weiten Umkreis des Bergwerks.

 

Öffnungszeiten:
Am Samstag, 11. Mai 2019, öffnete das Bergbaumuseum und begann seine Sommersaison, die bis Ende September andauert. Im Winterhalbjahr bleibt das Museum angemeldeten Gruppen vorbehalten. Interessenten sind eingeladen, sich telefonisch anzumelden und einen Besichtigungstermin, verbunden mit einer Führung, zu vereinbaren.

 

Im Sommerhalbjahr, von Mai bis September, ist das Museum an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat von 14 bis 16:30 Uhr geöffnet.

 

Mehr zum Thema

 

 

Historischer Dampfhaspel
Historischer Dampfhaspel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem funktionsfähigen Dampfhaspel verfügt das Museum über eine historische Schachtfördermaschine, die vor über hundert Jahren unentbehrlich war. Zur Freude der Besucher wird sie in Betrieb genommen und zeigt lautstark ihre unveränderte Kraftentfaltung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmeldung:
Tel. 05451 78110 oder 05451 88678.
Eintritt frei.

 

Flyer "Faszination Bergbau - lebendige Bergbaugeschichte"

 

 

 

Bergwerk-Kraftwerk

Der Maler Horst Hennel hielt den historischen  Moment im Bilde fest. Horst Hennel, 1958 bis 1984 in  der Stadtverwaltung Ibbenbüren tätig, davon die letzten zehn Jahre als Stadtbaurat, fügte die signifikanten Ansichten der Einzelanlagen zu einem Gesamtkunstwerk der Industrie auf dem Schafberg zusammen. Neben den bekannten Wahrzeichen  der  Zeche – Fördertürme und Wasserturm – erscheinen sämtliche  Kraftwerke in alter Schönheit: das 100 MW-Werk (von 1954), das 150 MW-Werk (von 1967) und das  750 MW-Werk (von 1984). Die beiden letzten mit ihren Kühltürmen. Das reale Erscheinungsbild hat sich im Zeitablauf gewandelt und wird sich aus heutiger Sicht auch weiter verändern. Quelle: Ausstellung Horst Hennel im Bergbaumuseum im Jahre 2008. (Hinweis: Zur Zeit befinden sich keine Hennel-Bilder im Aushang).

 

Seit 85 Jahren das stärkste Charakterbild des Ibbenbürener Bergbaus: Die benachbarten Fördertürme von Schacht 1 und Schacht 3 auf dem
von-Oeynhausen-Areal, Osnabrücker Straße. Nach Verfüllung der Schächte in absehbarer Zukunft steht ihre weitere Existenz zur Diskussion.
Seit 85 Jahren das stärkste Charakterbild des Ibbenbürener Bergbaus: Die benachbarten Fördertürme von Schacht 1 und Schacht 3 auf dem von-Oeynhausen-Areal, Osnabrücker Straße. Nach Verfüllung der Schächte in absehbarer Zukunft steht ihre weitere Existenz zur Diskussion.

 

Das Bergbaumuseum hat seinen Platz in der alten Halle des ehemaligen 100 MW-Kraftwerks (einschließlich der Nebenräume). Nach Beendigung der Stromproduktion begann die Belegung der  Gesamträumlichkeit mit ausgesonderten Bergwerksmaschinen, Modellen, Mineralien, Fossilien, Dokumenten und vielen Bildern. Auch die separat angelegte Kontrollwarte ist heute attraktiver Sonderteil des Museums. (Außenaufnahme des Museums).
Das Bergbaumuseum hat seinen Platz in der alten Halle des ehemaligen 100 MW-Kraftwerks (einschließlich der Nebenräume). Nach Beendigung der Stromproduktion begann die Belegung der Gesamträumlichkeit mit ausgesonderten Bergwerksmaschinen, Modellen, Mineralien, Fossilien, Dokumenten und vielen Bildern. Auch die separat angelegte Kontrollwarte ist heute attraktiver Sonderteil des Museums. (Außenaufnahme des Museums).

 

Vor 250 Millionen Jahren stand dieser Baumstamm in der  Sumpflandschaft der heutigen Kohlelagerstätte. Zu Stein geworden, legt er heute Zeugnis ab von der Pflanzenwelt der damaligen Zeit.
Vor 250 Millionen Jahren stand dieser Baumstamm in der Sumpflandschaft der heutigen Kohlelagerstätte. Zu Stein geworden, legt er heute Zeugnis ab von der Pflanzenwelt der damaligen Zeit.

 

Tag der offenen Tür

 

Am 3. November 2019 lädt das Bergbaumuseum zum „Tag der offenen Tür“ ein. Bergbaumaschinen und Gezähe, alter Holzausbau und zahlreiche Modelle stehen den Besuchern zum Schauen oder Bedienen zur Verfügung. Bergbaufilme zeigen die Arbeit vor Ort. Für einen Tag können die Besucher sehen, hören, zupacken und in Gang setzen, aber auch nachdenkliche Momente in der historischen Ausstellung erleben.

 

2018 war das Jahr des Abschieds. Die Förderung deutscher Steinkohle findet nach Jahrhunderten ihr stilles  Ende, umrahmt von Abschlussfeiern. Gleichzeitig werden andere Rekordmarken registriert: Deutschland hält im Wettlauf der Kohleimporteure den ersten Platz weltweit.

 

Der Blick zurück zeigt Männer bei ihrer Arbeit – unter und über Tage.

 

Bild 1

 

 

 

Bergleute im Flöz Glücksburg im Jahre 1957. Sichtbar sind Holzausbau, Grubenlampen und das glänzende Kohleflöz im Hintergrund.

 

 

Bild 2

 

 

 

 

Die Konkurrenz arbeitete in direkter Nachbarschaft. Die Gruben am Piesberg lieferten bereits heizstarken Anthrazit, als Ibbenbüren „nur“ Magerkohle anbieten konnte. Entsprechendes Wertbewusstsein strahlt die Werbung aus. Im Jahre 1898, als das Bergwerk Ibbenbüren zu neuer Blüte ansetzte (nach Stillstand durch Wasserschaden) beendete Piesberg die  
Kohleförderung.

 

 

Bild 3

 

 

 

Der Werksleiter leitet das Werk. Sein Fahrer bringt ihn sicher an den Ort der nächsten Aktion. Fahrer Hermann Hofmeyer war Garant für zuverlässigen und komfortablen Transport.
(Werksleiter Oberbergrat Erich Müller, 1919-33, gestorben 1957).