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Begriffe/ Erläuterungen

Niederschlagswassergebühr

 

Allgemeines
Grundlage für die Ermittlung der Niederschlagswassergebühr bilden die bebauten und befestigten Flächen des Grundstücks, die direkt oder indirekt an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind. Für diese Flächen sind gemäß der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung der Stadt Ibbenbüren Niederschlagswassergebühren in Höhe von 0,51 € je Quadratmeter im Jahr zu entrichten.

 

Grundstückseigentümer sind gem. § 9 b Abs. 2 und 3 der Beitrags- und Gebührensatzung verpflichtet, der Stadt die erforderlichen Angaben (Quadratmeterzahl der bebauten bzw. überbauten und/ oder befestigten Flächen sowie die in die öffentliche Abwasseranlage abflusswirksamen Flächen) auf ihren Grundstück mitzuteilen.

 

Erläuterungen zu den Begriffen
Vor dem Ausfüllen des Erhebungsbogens lesen Sie bitte die Erläuterungen zu den Begriffsinhalten (Fotos, Grafiken beispielhaft).

- Grundstück

Grundstücksflächen gelten als angeschlossen, wenn das Niederschlagswasser
unmittelbar (über eine unterirdisch verlegte Hausanschlussleitung = leistungsgebunden) oder mittelbar (bei Ausnutzung des natürlichen Gefälles = oberirdisch über die Straßen, EInfahrten, Wege, Rinnen u.ä.) in die Kanalisation abgeleitet wird.

Grundstück

- Dachflächen

Bebaute/ überbaute Flächen sind die Flächen, der sich auf dem Grundstück befindlichen Gebäude. Zur Ermittlung dieser Flächen sind die Grundflächen der Gebäude (Länge x Breite des Gebäudes außen) zuzüglich der Dachüberstände zu ermitteln. Dachneigungen bleiben unberücksichtigt!
Hier sind die Dachflächen von Hauptgebäuden und auch von Nebengebäuden wie Garagen, Carports und Stallungen anzugeben.


- Normaldach (DF)

Das Normaldach weist eine Bedeckung aus gut ableitenden Material (Ziegel, Bitumenbahnen o.ä.) auf und gilt als versiegelt und wasserundurchlässig.

Normaldach (DF)

- Gründach(GD)

Hier sind die begrünten Dachflächen von Haupt- und Nebengebäuden einzutragen.

 

Diese Dachflächen mit einer dauerhaft geschlossenen Planzendecke bewirken einen verzögerten bzw. verringerten Abfluss des Niederschlagswassers. Diese Flächen werden bei der Gebührenberechnung nur mit 50% angerechnet.

Gründach(GD)

- Befestigte Flächen

Das sind Flächen, über die Niederschlagswasser ablaufen kann, die nicht bebaut und überdacht sind wie z.B. Hofflächen, Garagenzufahrten, Parkplätze, Hauszugänge, Terrassen, Wege usw. Man unterscheidet zwischen vollversiegelten und teilversiegelten Flächen:


- Vollversiegelte Flächen (VF)

Als vollversiegelte Flächen gelten wasserundurchlässige Oberflächen insbesondere Asphalt, Beton sowie Pflaster- oder Plattenbeläge mit einer Fugenbreite von weniger als 10mm.

Vollversiegelte Flächen (VF)

- Teilversiegelte Flächen (TF)

Teilversiegelte Flächen weisen uneingeschränkt wasserdurchlässige Oberflächen auf, insbesondere Schotter, Kies, Splitt, Rasengittersteine, Rasenfugenpflaster, Porenpflaster und auf versickerungsfähigem Untergrund verlegte Pflaster- oder Plattenbeläge mit offenen Fugen von 10 mm und größer. Diese Flächen werden bei der Gebührenberechnung nur mit 50% angerechnet.

Teilversiegelte Flächen (TF)

Regenwasserrückhaltung



- Zisternen/ Regenwasser- nutzungsanlagen

Zisternen sind ortsfest installierte Behälter, die ständig Regenwasser auffangen und speichern. Sie haben einen Notüberlauf in die öffentliche Kanalisation, in ein Gewässer oder eine Versickerungsanlage. Regenwasser aus Zisternen mindert die Niederschlagswassergebühr nur, wenn es über das gesamte Jahr als Brauchwasser (z.B. für die Toilette oder Waschmaschine Achtung: Diese Brauchwassermenge ist der Stadt bzgl. der Schmutzwassergebühren anzuzeigen) genutzt wird.

 

Für Zisternen mit einem Mindestinhalt von einem Kubikmeter, die einen Überlauf in das öffentliche Kanalnetz haben, werden für jeden vollen Kubikmeter 10 Quadratmeter der bebauten, befestigten oder versiegelten Grundstücksflächen in Abzug gebracht.

Zisternen/ Regenwassernutzungsanlagen

Regentonnen

Regentonnen führen nicht zur Minderung der Niederschlagswassergebühr.

Zisternen/ Regentonnen

- Versickerungs- anlagen, Stauraum- kanäle oder Regenrück- haltebecken

Versickerungsanlagen sind gezielt dafür errichtete Mulden, Rigolen und Versickerungsschächte. Sie werden ebenfalls nicht berücksichtigt, wenn sie einen Überlauf in das öffentliche Kanalnetz haben.

Versickerungsanlagen, Stauraumkanäle oder Regenrückhaltebecken

- Unversiegelte Flächen

Zu den unversiegelten Flächen gehörten unter anderem Rasenflächen, Ziergärten, Nutzgärten, Teiche, Wasserläufe sowie weitere.

 

Diese Flächen sind nicht im Erhebungsbogen zu erfassen und bleiben unberücksichtigt.

unversiegelte Flächen

 

 

Als „unmittelbar angeschlossen“ gelten Flächen, von denen Niederschlagswasser über einen Abwasseranschluss in das öffentliche Kanalnetz gelangen kann.

 

Als „mittelbar einleitend“ werden die Flächen bezeichnet, von denen Niederschlagswasser aus Gründen der vorhandenen Gefälleverhältnisse (oberirdisch über Straßen, Einfahrten, Wege, Rinnen u. ä.) in das Kanalnetz gelangen kann.

 

Ein Kanal ist öffentlich, wenn er einer unbestimmten Zahl von Grundstückseigentümern zur Ableitung Ihres Abwassers dient. Entscheidend dabei ist, dass sich grundsätzlich jedermann anschließen kann, somit die Kanalisation für die Abwasserbeseitigung der örtlichen Gemeinschaft zur Verfügung steht und Entwässerungsfunktionen für die Allgemeinheit wahrnimmt. Das können auch privat errichtete Kanalisationsleitungen sein.